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1717-2017: 300 Jahre TANZEN

Eine "Zeitreise" durch 300 Jahre Tanzen lehren!

17. und 18. Jahrhundert: Der "galante Tanz und das Ballett", die ersten deutschen Tanzlehrer sind das Produkt einer Epoche, die um 1690(bis 1740) einsetzte.

Die bürgerlichen Gesellschaftstänze 1740 bis 1800 und ihre "Tantz"-Meister:

In dieser Zeit erschienen zum ersten Mal die englischen Contre-Tänze, als Teil deutscher Tanzkunst. Seit 1770 drang auch der verfemte deutsche Tanz als Walzer in die bürgerlichen Tanzsäle vor. Aber, das vornehme Paar tanzte weiterhin  Menuett, die Bürgerlichen tanzen den Contre und die Diener den ländlichen Walzer.

1812 zeigte man die "Moderne Tanzhaltung" zuerst im Walzer. Die Paare standen nicht mehr nebeneinander, sondern voreinander. Protest in der "aristokratischen" Gesellschaft folgte. Der Beruf des "Wander-Tanzlehrers" entsteht. Die Tanzlehrer zogen mit dem Wagen, zu Pferd und später mit der Bahn von Ort zu Ort. Der Gesellschaftstanz und die Tanzstunde war ein Symbol für Fortschrittlichkeit.

1868 wurde nach den Überlieferungen die erste deutsche "Tanzschule" gegründet.

19. und 20. Jahrhundert: Die Tanzstunde entstand, musste für ein ganzes Leben ausreichen. Die Tanzstunde war eine offizielle Zeremonie an der oft die ganze Famlie teilnahm. Mütter überwachten ihre Töchter und oft wurden Ehen angebahnt. 

1920 wurden zwar noch Tanzkurse in Privathäusern, für geschlossene Gruppen durch "Tanzmeister" abgehalten und man tanzt nicht mehr nur, um sich formen zu lassen sonder auch, um in die Gesellschaft zu kommen und den passenden Ehepartner zu finden.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam ein Fülle neuer Tänze aus Amerika herüber: Tango, Foxtrott, Samba, Charleston, Boston, Quickstep uvm.

Tanzunterricht während des 1. Weltkrieges wurde von den Behörden erheblich eingeschränkt. Tanzunterricht im Dritten Reich abgelehnt: der deutsche Mann tanzt nicht! Trotzdem war die moderne Entwicklung nicht aufzuhalten. Während der Kriegszeit wurde Rumba und Swing tanzen verboten!

Nach 1945 ist der Tanz unter der Jugend zu einer regelrechten Massenbewegung geworden. Sie tanzt viel und leidenschaftlich, sie bevorzugt den Beat. 1950 wurde der ADTV gegründet. 1968 fand der erste Tanzlehrer-Kongreß in Berlin statt. Zu dieser Zeit wurde auch das heute noch gültige Welttanzprogramm(1961 - Gerd Hädrich) ins Leben gerufen.

Aber auch in der damaligen DDR tanzte die Jugend. Die "sozialistische Nationalkultur" hat aber die westliche Musik(z.B. der Twist) als kapitalistische Beeinflussung gesehen. Boogie Woogie und Jive wurden nicht gestattet, dafür gab es in der DDR den Tanz "Lipsi Nr.1"   

Die moderne ADTV-Tanzschule von heute will den "Tanz" zu den Menschen bringen und Schranken abbauen. In der gegenwärtigen Welt der Betriebsamkeit darf das Kulturangebot "Tanzen" nicht verlorengehen. Das Ziel lautet daher: Tanzen in der Gesellschaft ist für alle da - unabhängig von Stand und Einkommen!

Tanzen verbindet - weltweit!